Hautpflege: Wo beginnen?

Überfordert vom Skincare Überangebot? Du bist nicht allein! Zwischen Double Cleansing, Retinol, Peptiden und Skin Cycling fällt es vielen schwer, herauszufinden: Was brauche ich wirklich? Dieser Beitrag verschafft einen Überblick und hilft dir, deine ganz persönliche Skincare-Routine sinnvoll aufzubauen – Schritt für Schritt.
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Hautpflege: Wo beginnen?

Was jede Haut braucht – die Hautpflege-Basics

Bevor du an spezielle Wirkstoffe oder aufwändige Routinen denkst, solltest du dir eine einfache, solide Basis schaffen. Diese drei Schritte bilden das Fundament jeder Pflegeroutine:

  1. Reinigung
    Sie befreit die Haut von Schmutz, Schweiß, Talg, Make-up und Schadstoffen – morgens und abends. Wichtig: mild und hautbarriereschonend. Ziel ist eine saubere, aber nicht ausgetrocknete Haut.
  2. Feuchtigkeit
    Eine gut hydrierte Haut funktioniert besser: Sie regeneriert sich schneller, wirkt praller und ist widerstandsfähiger. Moisturizer mit Inhaltsstoffen wie Glycerin, Hyaluronsäure oder Squalan helfen, den Wasserhaushalt auszugleichen.
  3. Sonnenschutz
    UV-Strahlen sind der Hauptgrund für vorzeitige Hautalterung und Pigmentstörungen. Ein täglicher Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) ist unverzichtbar – auch bei bewölktem Himmel.

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Die nächste Stufe deiner Skincare-Routine: Wirkstoffe & Spezialpflege

Sobald die Grundlagen sitzen – Reinigung, Feuchtigkeit, Sonnenschutz – stellt sich oft die Frage: Was kommt als Nächstes? Wenn du dich (intensiver) mit Hautpflege beschäftigst, stößt du schnell auf Wirkstoffe wie Vitamin C, Retinol oder Niacinamid. Aber brauchst du das wirklich alles? Die Antwort lautet: Nicht unbedingt. Aber gezielt eingesetzt können sie deiner Haut je nach zugrundeliegendem Hautbedürfnis einen Mehrwert bieten.

Die sogenannte „Kür“ der Hautpflege besteht aus Produkten, die über die Basisversorgung hinausgehen. Sie sind keine Pflicht, aber sie helfen dir, bestimmte Hautziele effektiver zu erreichen – zum Beispiel mehr Glow, ein ebenmäßigeren Teint oder weniger Unreinheiten. Voraussetzung: Du kennst die Bedürfnisse deiner Haut und setzt die Produkte gezielt und nicht alle gleichzeitig ein. Hier ein paar Beispiele:

  • Seren mit Vitamin C oder Niacinamid gleichen den Teint aus und bringen mehr Strahlkraft.
  • Retinoide können gegen Fältchen, Falten, Unreinheiten und Pigmentstörungen minimieren – brauchen aber eine schrittweises Einführen in die Pflegeroutine. So integrierst du Retinol in deine Hautpflege.
  • Azelainsäure oder Tranexamsäure sind wirksame Inhaltsstoffe bei Rötungen, Entzündungen und Pigmentflecken.
  • Peelings mit AHA, Salicylsäure oder PHA fördern die Zellerneuerung, tragen überschüssige Hautschüpppchen ab, wirken glättend und können das Hautbild verfeinern.
  • Tuchmasken eignen sich als Pflege-Support, sind aber kein Muss für gesunde Haut. Eine LED-Maske kann bei bestehender Basis-Routine eine gute Ergänzung sein, wenn du langfristig deine Hautgesundheit verbessern, Rötungen reduzieren oder die Kollagenproduktion anregen willst (lies hier den ausführlichen Beitrag).

Skincare-Routine starten: Mit diesen Basics gelingt der Einstieg

Du willst nun deine Skincare-Routine anpassen, weißt aber nicht, wie du anfangen sollst? Gerade der erste Schritt fühlt sich oft an wie ein Sprung ins kalte Wasser – unzählige Produkte, widersprüchliche Empfehlungen und das Gefühl, alles auf einmal richtig machen zu müssen. Doch genau hier liegt der Fehler: Wer mit zu vielen Produkten auf einmal startet, riskiert eher Irritationen als Verbesserungen.

Die gute Nachricht: Du brauchst weder zehn Schritte noch teure Spezialprodukte, um eine effektive Routine zu etablieren. Entscheidend ist, dass du deine Haut verstehst und mit wenigen, gut ausgewählten Basics beginnst. So gibst du deiner Haut Zeit, sich zu stabilisieren – und dir selbst die Möglichkeit, Produkte gezielt auszuwählen und ihre Wirkung nachzuvollziehen.

Gerade am Anfang lohnt es sich also, minimalistisch zu starten. Warum? Weniger Produkte bedeuten:

  • geringeres Risiko für Irritationen,
  • bessere Einschätzung, was deiner Haut wirklich guttut,
  • weniger Aufwand – mehr Konsistenz.

Ein bewährtes Prinzip ist: Ein neues Produkt nach dem anderen einführen. Gib deiner Haut Zeit, einen neuen Inhaltsstoff zunächst „kennenzulernen“ und eine Toleranz (nicht Gewöhnung) aufzubauen, bevor du etwas Neues hinzufügst. Daher lautet eine grobe Empfehlung: Ein neues Produkt pro Woche und weitere Produkte dann schrittweise hinzufügen.

ÜBRIGENS: Wenn du alles zum Thema Routine lieber anhörst, dann könnte diese Folge von SKINSIGHTS etwas für dich sein:

Diese Inhaltsstoffe lohnen sich wirklich

Wer sich intensiver mit Hautpflege beschäftigt, begegnet schnell einer Vielzahl an Inhaltsstoffen – von evidenzbasierten Wirkstoffen bis hin zu exotischen Trend-Inhaltsstoffen mit zweifelhafter Wirkung. Doch welche davon lohnen sich wirklich? Und bei welchen handelt es sich eher um gut verpacktes Marketing? Anbei eine Auswahl von gut untersuchten Inhaltsstoffen mit Nutzen für die Haut:

  • Niacinamid
    Ein echter Allrounder: stärkt die Hautbarriere, wirkt entzündungshemmend, reduziert Rötungen und verfeinert Poren.
  • Vitamin C (Ascorbinsäure)
    Schützt die Haut als Antioxidans vor freien Radikalen, unterstützt die Kollagenproduktion und kann Pigmentflecken aufhellen.
  • Retinol
    Der Goldstandard bei Akne, Unreinheiten, Falten, Fältchen, Zeichen vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken und ungleichmäßige Hautstruktur. Wichtig: langsam einschleichen und mit Feuchtigkeitspflege kombinieren.
  • Squalan
    Ein hautidentisches Lipid, das Feuchtigkeit bewahrt, die Haut weich macht und die Barrierefunktion stärkt – besonders bei sensibler oder trockener Haut.
  • Ceramide
    Bestandteil der natürlichen Hautbarriere. Sie helfen, Feuchtigkeit zu bewahren und die Haut vor äußeren Reizen zu schützen.
  • Azelainsäure
    Wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und aufhellend. Bewährt bei Akne, Rosacea und Hyperpigmentierung – gut verträglich, auch bei empfindlicher Haut.
  • Peptide
    Sind eine sehr diverse Gruppe kleiner Eiweißbausteine. Während alle Peptide dafür bekannt sind Feuchtigkeit zu binden, haben manche Peptide zusätzlich weitere gut erforscht Funktionen: Sie können die Hautregeneration unterstützen, Falten oder Fältchen mindern und die Festigkeit der Haut verbessern.
  • Panthenol (Provitamin B5)
    Regenerierend, beruhigend und feuchtigkeitsbindend. Unterstützt die Wundheilung, lindert Reizungen und stärkt die Hautschutzfunktion – ein Must-have bei sensibler Haut.
  • Glykolsäure (AHA)
    Eine Fruchtsäure mit starkem Peelingeffekt. Sie löst abgestorbene Hautzellen, fördert die Zellerneuerung und glättet feine Linien – ideal bei fahl wirkender Haut oder Pigmentstörungen.
  • Salicylsäure
    Lipophile (fettlösliche) Säure, die ideal bei verstopften Poren, Unreinheiten oder Akne. Sie dringt in die Talgdrüsen ein, wirkt entzündungshemmend und beugt Unreinheiten effektiv vor.

Marketing statt Wirkung? Überschätzte Trends und Inhaltsstoffe

Nicht jeder Trend-Inhaltsstoff hält, was er verspricht. Gerade auf Social Media kursieren Empfehlungen, die wissenschaftlich wenig belastbar oder schlicht unnötig sind – vor allem, wenn die Basisroutine noch nicht steht.

Diese Wirkstoffe oder Trends sind eher kritisch zu betrachten:

  • 24k-Gold, Schneckenschleim, Edelsteinextrakte
    Sie klingen luxuriös und aufregend, aber ihre Wirkung auf die Haut ist kaum belegt. Der Preis steht hier oft im Vordergrund – nicht die Pflegeleistung.
  • Alkohol-basierte Produkte
    Enthalten große Mengen an Alkohol (INCI: Alcohol oder Alcohol denat.). Sie wirken kurzfristig mattierend und erfrischend, können die Haut aber auf Dauer austrocknen und die Barriere schwächen.
  • Duftsstoffe, Parfüm und ätherische Öle
    Sie riechen angenehm – können aber Reizungen, allergische Reaktionen oder Sensibilisierungen auslösen. Besonders bei sensibler oder barrieregestörter Haut sollten Produkte möglichst frei von Duftstoffen gewählt werden.
  • Komplexe 10-Schritte-Routinen
    Mehr ist nicht immer mehr. Zu viele Produkte überfordern die Haut, steigern das Risiko für Irritationen und sind im Alltag schwer durchzuhalten.

Fazit: Hautpflege einfach beginnen – und bewusst erweitern

Hautpflege muss weder kompliziert noch teuer sein. Der beste Anfang ist eine minimalistische Routine mit drei Säulen: milde Reinigung, Feuchtigkeit und täglicher Sonnenschutz. Sobald du deine Haut besser kennst, kannst du gezielt Wirkstoffe ergänzen – je nach Bedürfnis, Hautzustand und Lebensstil.

Wichtig ist vor allem eins: Dranbleiben. Denn nicht Perfektion, sondern Kontinuität bringt sichtbare Ergebnisse – und langfristig eine gesunde, ausgeglichene Haut.

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