care | Sonnencremes für das Gesicht

Unter dem Schlagwort „Anti-Aging“ verkaufen sich Pflegeprodukte gefühlt wie von selbst. Kein Wunder, gilt junge und faltenfreie Haut noch immer als eines der erklärten Beauty-Goals schlechthin. Um zu verstehen, wo Anti- und Slow-Aging ansetzen (wollen), muss man zunächst verstehen, was die Grundlagen und Ursachen der Hautalterung sind.

Hautalterung ist ein Prozess, den wir zwar nicht verhindern, aber zumindest beeinflussen können. Vor allem den Schutz vor UV-Strahlung hat dabei noch immer den größten Effekt im Schutz vor vorzeitiger Hautalterung und Photoaging. Die konsequente und auch tägliche Verwendung von Sonnencreme das wirksamste Anti-Aging Mittel, das wir in der Hautpflege kennen. Daher liefert der Beitrag neben einem kurzen Exkurs in das Thema Hautalterung, vor allem eine Auswahl tragbarer Sonnencremes für das Gesicht. Keine Ausreden mehr – Sonnencreme gehört fest in jede Beauty-Routine!

Die zwei Kategorien der Hautalterung

Die intrinsische Alterung ist durch unsere Gene und Veranlagung bestimmt und ist das, was natürlicherweise in unserem Körper passiert, wenn wir älter werden. Dem gegenüber steht die extrinsische Hautalterung, die unsere Haut unter dem Einfluss von Umweltfaktoren und Lebensstil altern lässt.

Merkmale intrinsisch gealterter Haut

  • Elastizitätsverlust
  • Faltenbildung: Tendenz zu feinen und kleinen Fältchen
  • Die Haut erscheint oft dünn und durchscheinend
  • Reagiert leicht auf mechanische Verletzungen
  • Verzögerte Wundheilung und herabgesetzte Regenerationsfähigkeit
  • Typischerweise keine Pigmentunregelmäßigkeiten
  • Durch zurückgehende Bildung hauteigener Bestandteile (z. B. Ceramiden, Hyaluronsäure, Cholesterin etc.) wir die Hautbarriere beeinträchtigt. Intrinsisch gealterte Haut erscheint daher oftmals trocken, rau oder schuppig, neigt zu Irritationen und Rötungen.
  • Abbau des Unterhautfettgewebes, dadurch Volumenverlust

Merkmale extrinsisch gealterter Haut

  • Elastizitätsverlust und Faltenbildung sind auch hier charakteristisch, doch damit einhergehende Erscheinungsbild ist unterscheidet sich bei extrinsisch gealterter Haut: die Falten sind tiefer, fast wie Furchen, und die Haut erscheint schlaff.
  • Gelbliche Färbung der Haut
  • Pigmentstörungen: Pigmentflecken, Muttermale, Sommersprossen, Überpigmentierung, Fehlpigmentierung oder auch Stellen mit fehlender Pigmentierung
  • Feine Äderchen, die unter der Haut durchscheinen (Teleangiektasien)
  • Die Haut wirkt lederartig gegerbt
  • Auch hier kann die Hautbarriere gestört sein, die Haut ist trocken und erscheint fahl

Die Ursachen vorzeitiger Hautalterung

An dieser Stelle nun eine schlechte, aber auch eine gute Nachricht: Während wir auf die intrinsische Hautalterung im Grunde nur bedingt Einfluss nehmen können, kann die extrinsische Alterung durch entsprechende Handlungsweisen deutlich verzögert werden. Im Gegenzug können bestimmte Faktoren die extrinsische Hautalterung derart fördern, dass man von vorzeitiger Hautalterung spricht – diese kann der intrinsischen Hautalterung sogar deutlich vorauseilen. Das sieht man z. B. häufig bei jungen Menschen, deren Haut deutlich älter aussieht, als es das biologische Alter vermuten ließe.

Die bekanntesten Faktoren extrinsischer Hautalterung sind:

  • UV-Strahlung
  • Klimatische Faktoren wie Wind, Kälte, Hitze, Luftfeuchtigkeit u. a.
  • Umweltgifte wie Ozon, Schwefeldioxid, Stickoxide etc.
  • Individueller Lebensstil, beeinflusst durch Ernährung, Sport, Stress usw.

Dabei machen UV-Strahlen den Löwenanteil der vorzeitigen Hautalterung aus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Photoaging. Im Gesicht ist das Photoaging für bis zu 80 % der sichtbaren Hautalterungsprozesse verantwortlich. Wer sich dies vor Augen führt, kommt schnell zu dem Schluss: will man sich vor den Zeichen der (vorzeitigen) Hautalterung schützen, führt nichts an einem wirksamen UV-Schutz vorbei.

Nothing looks better in your 50s, tha sunscreen in yor 20s
Sonnencremes für das Gesicht

Sonnencreme: der wirksamste Schutz gegen Photoaging

Sonnencreme das wirksamste und wichtigste Anti-Aging Mittel, das uns im Kontext der Hautpflege zur Verfügung steht und ich werde nicht müde zu sagen: Sonnencreme sollte in jeder Hautpflege-Routine so selbstverständlich sein, wie die Reinigung des Gesichts oder die Verwendung eines Moisturizers. Einen Sonnenschutz für das Gesicht zu finden, der sich angenehm trägt und nicht als störend empfunden wird, ist dabei das A und O. Hat man ein derartiges Produkt gefunden, ist der Griff zur Sonnencreme auch nicht länger eine Überwindung.

Aber erst einmal bis zu diesem Punkt zu kommen, ist leichter gesagt als getan. Auch ich habe über die Jahre hinweg unzählige Sonnenschutzprodukte getestet und oft genug Fehlgriffe verzeichnet. Zudem hat jede:r unterschiedliche Anforderungen an Pflegeprodukte, weshalb die Suche nach DEM perfekten Sonnenschutz fürs Gesicht auch ziemlich unübersichtlich werden kann.

Diese Suche kann ich zwar nicht abnehmen, aber ich kann zumindest eine Übersicht verschiedener Sonnencremes liefern, die für die Anwendung im Gesicht prinzipiell geeignet sind. Ob diese auch für Dich persönlich funktionieren, musst Du jedoch individuell bewerten.

Leichte Sonnencremes mit trockenem Finish

Diese Sonnencremes ziehen leicht ein und hinterlassen ein trockenes Hautgefühl, eignen sich z. B. für nachfettende Haut.

Leichte Sonnencremes mit trockenem Finish, eattraincare, Sonnencreme für das Gesicht. Missha, Paula's Choice, La Roche-Posay, Heliocare

Missha // All Around Safe Block Aqua Sun Gel SPF 50+*
50 ml, 12,90 €

La Roche-Posay // Anthelios LSF 50+ Invisible Fuid*
50 ml, 19,90 €

Paula’s Choice // Resist Anti-Aging Tagescreme LSF 50*
60 ml, 39,00 €

Heliocare 360° // Gel oil-free SPF 50*
50 ml, 26,50 €

Leichte Sonnencremes mit normalem Finish

Diese Sonnencremes ziehen leicht ein und hinterlassen ein normales bis dewy Hautgefühl, eignen sich z. B. für normale bis trockene Haut.

Leichte Sonnencremes mit normalem Finish, eattraincare, Sonnencreme für das Gesicht, Isdin Fotoprotector, d'Alba UV Essence, Biore Aqua Rich, New Layer SPF 50

Isdin // Fotoprotector Fusion Water LSF 50*
50 ml, 23,90 €

Isdin // Pediatrics Fusion Water LSF 50+*
50 ml, 23,90 €

Bioré // UV Aqua Rich Watery Essence Sunscreen SPF50 PA ++++
50 ml, 14,99 €

d’Alba // Waterful Essence Sun Cream
50 ml, 25,95 €

La Roche-Posay // Anthelios Ultra Creme LSF 50+*
50 ml, 19,90 €

New Layer // Sonnencreme LSF50+
200 ml // 29,00 €

Sonnencremes mit Pflegeeffekt

Diese Sonnencremes ziehen leicht ein und hinterlassen ein normales bis dewy Hautgefühl, eignen sich für trockene Haut, die etwas mehr Pflege benötigt, für die Anwendung im Winter oder wenn man unter dem Sonnenschutz keine zusätzliche Feuchtigkeitscreme verwenden möchte.

Sonnencremes mit Pflegeeffekt, eattraincare, Sonnencreme für das Gesicht, Skinceuticals COSRX, Dr. Jetske Ultee, Paula's Choice, V.SUN

SkinCeuticals // Advanced Brightening UV Defense Sunscreen SPF 50
40 ml, 45,00 €

Dr. Jetske Ultee // Suncare LSF 30*
50 ml, 39,95 €

COSRX // Aloe Soothing Sun Cream SPF50+
50 ml, 14,99 €

Paula’s Choice // Resist Anti-Aging Skin Restoring Tagescreme LSF 50*
50 ml, 39,00 €

V.SUN // Sun Cream Face SPF 50
75 ml, 14,95 €

Sonnencremes für empfindliche Haut

Diese Sonnencremes eignen sich für Personen mit sehr empfindlicher Haut. Die gezeigten Produkte enthalten keine Duftstoffe, reizenden Alkohol oder irritierende UV-Filter.

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Cetaphil Sun Daylong // SPF 50+ Multi-Schutz-Fluid Gesicht*
50 ml, 29,95 €

Missha // All Around Safe Block Mild Sun SPF 30
50 ml, 12,98 €

Heliocare 360° // Mineral Tolerance Fluid
50 ml, 29,45 €

V.SUN // Sun Cream Face SPF 50 Perfume Free
75 ml, 14,95 €

Günstige Sonnencremes für das Gesicht

Sonnencremes für das Gesicht müssen nicht teuer sein, jedoch zeichnen sich die teuren Produkte oftmals durch sehr durchdachte Formulierungen und die Verwendung moderner UV-Filter aus. Denn oftmals ist es eine Herausforderung, wirksame Produkte mit angenehmen Tragekomfort zu entwickeln. Trotzdem finden sich auch Sonnencremes unter 10 €, die vergleichsweise angenehm zu tragen sind und gleichzeitig einen wirksamen UV-Schutz bieten:

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Paediprotect // Alpinsonnencreme LSF50+
30 ml, 6,95€

Nivea Sun // Mattierender Sonnenschutz SPF50
50 ml, 8,95 €

Sun Dance // Sonnenfluid Gesicht sensitiv LSF 50
50 ml, 3,95 €

Garnier Ambre Solaire // Anti-Age super UV LSF 50
50 ml, 9,95 €

Tipps für die Anwendung von Sonnencreme im Gesicht

  • Sonnencreme mit mindestens SPF 30 verwenden, besser sogar SPF 50. Wir tendieren dazu, meist eine zu geringe Auftragsmenge zu nutzen, weshalb man nur selten den auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktor erreicht. Wer zu Cremes mit höheren Lichtschutzfaktoren greift, kann mit einem SPF 50 auch bei geringerer Auftragsmenge noch eine solide Schutzleistung erzielen.
  • Sonnencreme nach dem Auftrag kurz einziehen lassen. Hersteller empfehlen meist 15-20 min. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass die Sonnencreme erst nach dieser Einwirkzeit wirksam wäre. Grund für diese Zeitangabe ist vielmehr die Filmbildung. Sonnencremes enthalten sogenannte Filmbildner. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Sonnencreme gleichmäßig im Gesicht verteilt und dort auch möglichst lange verbleibt. Anschließend kann in der Regel auch ohne weiteres ein Makeup verwendet werden.
  • Sonnencremes nicht mit anderen Produkten mischen. Zum einen wird das Produkt so nicht zusätzlich verdünnt, zum anderem ist die Formulierung von Sonnencremes meist recht elaboriert und kann für sich allein meist am besten performen.
  • Aufbauend auf dem vorherigen Punkt, die Sonnencreme in der Regel als letzten Schritt der Pflegeroutine nutzen. Ob darunter eine Feuchtigkeitspflege aufgetragen wird, hängt u. a. von den Hautbedürfnissen und der verwendeten Sonnencreme ab. Ist die Haut etwa sehr trocken und die Sonnencreme wenig pflegend, kann ein Moisturizer Sinn machen. Liefert die Sonnencreme hingegen von sich aus bereits eine pflegende Basis, braucht es nicht immer eine zusätzliche Feuchtigkeitspflege.
  • Make up, BB Creams oder CC Creams mit ausgelobtem SPF bilden sind kein Ersatz für eine Sonnencreme, denn sie bieten keinen ausreichenden UV-Schutz.
  • Da die meisten UV-Filter fettlöslich sind, haben Sonnencremes meist eine eher „fettige“ Basis. Das kann zu einem unliebsamen fettig, glänzenden Hautbild führen. Daher nutzen einige Hersteller absorbierende Stoffe in ihren Cremes, die letztlich zu einem trockenen oder samtigen Hautbild verhelfen sollen. Ist dies nicht der Fall: Sonnenschutz abpudern.
  • Für leichtes und angenehmes Hautgefühl (und zum Lösen der fettlöslichen UV-Filter) enthalten manchen Produkte Alkohol (INCI: Alcohol oder Alkohol denat.). Nicht für jeden Hauttyp ist das uneingeschränkt empfehlenswert bzw. wird Alkohol von manchen Anwender:innen auch gänzlich abgelehnt. Hier entscheiden Hauttyp, persönliche Bedürfnisse und Anforderungen, ob Sonnencremes mit Alkohol genutzt werden. Grundsätzlich sei aber gesagt: je unkomplizierter die Haut und je reizarmer der Rest der Pflegeroutine, desto eher kann auch mal ein Sonnenschutz mit Alkoholanteil toleriert werden.

care | understanding skincare

*In diesem Text wurden Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekomme ich in manchen Fällen eine Provision. Das hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Möchtest Du das nicht, verwende diese Links einfach nicht. 

14 thoughts on “care | Sonnencremes für das Gesicht

  • Liebe Sarah, danke für den Beitrag. Ich habe mich gefragt wie du zu dem Thema kritische Inhaltsstoffe bei Sonnencremes steht. Es geistern ja sehr viele Gerüchte durch die Welt, dass sowohl gewisse UV Filter als auch Konservierungsstoffe schädlich für den Körper sein könnten und zB auf den Homonhaushalt wirken. Deswegen werden ja auch immer häufiger „cleane Produkte“ vermarktet. Mir fällt gerade Homosalate als Filter ein aber es gibt sicher auch eine Vielzahl an Konservierungsstoffen Emulgatoren etc., die diesen Ruf haben. Liebe Grüße, Julia

  • Liebe Sarah,
    danke für den Beitrag! Es ist immer gut, mal wieder etwas zu Sonnenschutz zu lesen, vor allem wenn der Text so verständlich und strukturiert geschrieben wurde. Außerdem kannte ich viele der Produkte noch nicht, V.SUN werde ich mir mal anschauen (nett auch der beworbene Umwelt-Aspekt, wäre ja schön, wenn das tatsächlich auch einen Unterschied macht :)), danke für die Empfehlungen!

    Hast du auch Sonnenschutz-Empfehlungen für den Körper? Da ist mir guter Schutz auch wichtig, aber ich bin nicht so genau mit Alkohol etc. wie im Gesicht, außerdem sollte er erschwinglicher sein.

    Viele Grüße!

    • Hallo liebe Anni,

      vielen Dank für Dein tolles Feedback, das freut mich total zu lesen, dass der Beitrag für Dich hilfreich war!
      Nachdem es jetzt tatsächlich schon einige Nachfragen gab „…uuuund was ist denn mit Sonnenschutz für den Körper?!“, arbeite ich derzeit an einem passenden Beitrag dazu 🙂 Mir geht es da übrigens ähnlich wie Dir: am Körper stören mich z. B. solche Aspekte wie Beduftung oder Alkohol nicht so sehr. Hier soll es hauptsächlich gut und sicher funktionieren.

      Ich hoffe, ich schaffe es mit dem Beitrag noch diesen Monat!

      Liebe Grüße,
      Sarah

  • Hallo,
    Ich bin vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und lese mich gerade nach und nach durch. Ich mag deine Art zu schreiben und die Kombination aus Theorie und Anwendungstips.
    Hier möchte ich noch die Today Sonnencreme sensitiv 50+ mit in den Ring werfen. Gibt es u.a. bei Penny und Rewe. Ich habe eine Mischhaut mit eher fettiger T Zone und nutze die Creme gerne im Alltag, wenn ich mich nicht schminke. Sie ist gut in ausreichender Menge aufzutragen und hinterlässt einen für mich noch erträglichen Glanz. Für normale bis trockene Haut ist sie sicher noch besser. Als ich die Inhaltsstoffe der Gesichts-und Körpercreme ist mir aufgefallen, dass diese nahezu identisch sind. Günstiger kann man eine Sonnencreme fürs Gesicht dann kaum noch bekommen. Bei den Filtertypen steige ich leider noch nicht durch, aber es ist kein Octocrylen enthalten, falls das jemandem wichtig ist.

    Ich hatte in einem Urlaub in Thailand eine Sonnencreme gekauft, die ich wahnsinnig angenehm fand, an die hier aber kein rankommen ist. Nach deinem Bericht werde ich ggf die Misha Aqua mal probieren.
    Viele Grüße

    • Hallo liebe Nadine,

      oh wow, vielen lieben Dank für Dein toles Feedback, das freut mich sehr zu hören!! <3

      Danke für Deinen Input, die Creme werde ich mir definitiv mal anschauen - super dass Du es direkt hier geteilt hast, das ist sicher für viele Leser:innen interessant.

      Viele liebe Grüße,
      Sarah

    • Awww Friedrich, Du bist ja cute – vielen Dank für Dein Feedback zum Blog, made my day!!

      Danke für den Link zum Beitrag, den ich mit Interesse gelesen habe. Tatsächlich findet unter UV-Strahlung ohnehin recht schnell die Bildung freier Radikale in der obersten Hautschicht statt, in Kombination mit manchen Stoffen, kann das sogar nochmal stärker ausfallen. Auch Octocrylene scheint hier, vor allem nach längerer UV-Exposition (>60 min), eine gewisse Tendenz zu entfalten. Ein Grund, weshalb Antioxidantien aus Sonnenschutzprodukten nicht wegzudenken sind. Dennoch ist es natürlich vom Grundgedanken her schon irritierend, wenn ein UV-Filter zwar vor UV-Strahlung schützt, aber gleichzeitig irgendwann auch freie Radikale produziert. Wie ausgeprägt diese Neigung jedoch wirklich ist und ob sich das in für die Haut relevanten Konzentrationen bewegt, dazu weiß ich jetzt ad hoc nichts und kann Dir daher auch leider nicht mehr Info geben.

      Ob man jetzt Octocrylene aufgrund dieser Tatsache explizit meiden sollte, hängt auch bisschen vom Kontext ab… viele vertragen den Filter ja ohnehin nicht so gut und verzichten eh schon darauf. Alternativ kann es natürlich auch so sein, dass man einen entsprechenden octocrylene-haltigen Sonnenschutz mit Antioxidantien kombiniert und somit die Radikalbildung reduziert bzw. die gebildeten Radikale neutralisiert.

      Würdest Du denn jetzt aufgrund der Kenntnis um die Radikalbildung bewusst auf Octorcrylene verzichten?

      Liebe Grüße,
      Sarah

  • Hi 🙂
    vielen lieben Dank für die ganzen Infos zu Sonnenschutzmitteln, jetzt habe ich endlich Sicherheit darin, wie äußerlicher Sonnenschutz handzuhaben ist. Nun ist noch die andere Frage für mich offen, wie von Innen? Über Ernährung wird wohl noch viel rauszuholen sein, oder? Seitdem ich Butter (und andere gesättigtere Fette) ohne wirkliches Limit esse, werde ich selbst ohne Sonnenschutz kaum rot…

    Für dich als Biochemikerin dürfte dieser Blog sehr interessant sein: http://high-fat-nutrition.blogspot.com/

    Er schreibt allerdings nur über die Biochemie was den Stoffwechsel auf Ebene der Adipozyten, Mitochondrien usw. angeht… (und warum man von Butter nicht dick wird :D).

    • Hallo Len,

      vielen Dank für den Link und Dein Feedback!
      Sonnenschutz von Innen ist leider keine Option, denn das stellt keinen effizienten und wirksamen Schutz vor UV-Strahlung dar. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wirst Du zwar immer auch Deiner Haut etwas Gutes tun, aber einen Sonnenschutz wird man damit nicht aufbauen können. Nur weil Du keinen Sonnenbrand bekommst, heißt das nicht, das keine Hautschäden entstehen. Vor allem wenn man bedenkt, dass UVA und UVB Strahlen unterschiedliche Wirkungen und Folgen haben (UVB ist für kurzfristige Hautreaktionen wie Sonnenbrand und die Bräunung verantwortlich, UVA ist u.a. für langfristige Schäden verantwortlich).

      Liebe Grüße,
      Sarah

  • Liebe Len,

    danke vielmals für wiederum einen tollen Artikel mit so viele schöne Produkte! Ich stimme zu, eine Sonnencreme ist das beste Anti-Aging Produkt!

    Ich habe mehrere von diesen Sonnencreme schon ausprobiert, möchte noch kurz sagen, dass Paula’s Choice Skin Restoring Moisturizer SPF 30 neben einen Sonnenschutz auch einen leichten neutralen Teint bietet. Ich denke, es könnte eine Rolle beim Einkauf spielen.

    Freundliche Früsse
    Elena

  • Hi Sarah,
    wenn auch der Sommer schon fortgeschritten ist, es ist immer gut, sich mit dem Thema Sonnenschutz auseinander zu setzen. Vielen Dank für diesen informativen Artikel!
    Ich habe eine Frage, die sich mir immer wieder stellt: wie kombiniert man am besten Feuchtigkeit, Make-up und Sonnenschutz? Wie du ja schreibst, soll man auf keinen Fall den Sonnenschutz nur in Form einer BB-Cream oder SPF-haltigem Make-Up auftragen; manchmal reicht die pflegende Wirkung des Sonnenschutzes nicht, dh man braucht noch eine Feuchtigkeitspflege; und damit wären es ja drei separate Produkte, die man mit zeitlichen Abstand, damit sie sich nicht mischen, morgens auftragen muss – da ist der Faktor Zeit dann das Problem. Hast du dazu Tipps?
    Ich mache es momentan so: ich nutze den feuchtigkeitsspendenden Toner von Paula’s Choice und danach gleich die Feuchtigkeitscreme mit SPF 50 von Paula’s Choice. Dann putze ich Zähne etc und trage dann eine CC Cream mit SPF 50 von IT Cosmetics auf. Macht das so Sinn oder schwäche ich meinen Sonnenschutz in der Kombination und Reihenfolge irgendwie ab?
    Würde mich über deine Einschätzung sehr freuen, vielen Dank schon mal!
    LG Anne

    • Hallo liebe Anne,

      danke Dir für Dein Feedback, das freut mich sehr, dass der Beitrag für Dich hilfreich war!!

      Oh ich verstehe genau, was Du meinst – oft schichtet man ja doch gefühlt eine Menge aufeinander und fragt sich letztendlich zurecht, ob das alles so Sinn macht. Kurz gesagt: ich bin hier auch keine absolute Pro, aber im Grunde bietet es sich an, zunächst eine pflegende Sonnencreme zu nutzen, die quasi beides machht: pflegen und schützen. Aber nicht immer findet sich so eine Creme oder es fehlt einem doch eine bestimmte Komponente, ein bestimmtes Hautgefühl oder was auch immer. Dann kommt es auch schnell mal zu der Kombination aus Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz. Im Grunde musst Du einfach ein bisschen auch für Dich schauen, was Deine Haut benötigt. Ist sie happy nur mit Sonnencreme: gut! Fehlt etwas: nimm‘ ein Serum oder eine Feuchtigkeitscreme dazu.

      Lege nach dem Auftragen von Sonnencreme und/oder Feuchtigkeitscreme eine kurze Pause ein. Z. B. wie Du schon erwähntest zu Zähneputzen oder aber Haare richten, Kaffeetrinken, whatever – man sagt, dass es etwa 15-20 min dauert bis die Filmbildung des Sonnenschutzes abgeschlossen ist (zugegeben,… ich schaffe es auch nicht immer diese Zeitspanne einzuhalten, sie ist aber ein guter Richtwert). Sobald die Filmbildung stattgefunden hat, kann man das Make up auftragen. Das interferiert in der Regel auch nicht mit dem Sonnenschutz – es sei denn Du reibst wie eine Wilde in Deinem Gesicht herum 😉

      Im Grunde machst Du es eigentlich ja schon ganz richtig, das sollte soweit passen. Aber wie gesagt, schau zum einen auch immer, was Deine Haut benötigt und zum anderen bin ich in Sachen Make up nicht zu 100% die richtige Ansprechpartnerin. Ich schiele da auch eher immer auf Shenja (www.incipedia.de), die sehr gut zeigt, wie die Kombi aus Sonnenschutz und Make up funktionieren kann – und zwar so, dass weder Make up noch Sonnenschutz darunter leiden.

      Viele liebe Grüße,
      Sarah

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